Sessionsorden 2005/2006

Adi Holzer

der bei Wien geboren wurde und seit fast 40 Jahren in der Nähe von Kopenhagen lebt, ist nicht nur weltweit als Künstler bekannt, er hat auch in Braun-schweig bedeutende Spuren hinterlassen.

Der Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e. V. (BKG) ist es in diesem Jahr mit Hilfe des Galeristen Olaf Jaeschke gelungen, Adi Holzer zu bewegen, den Karnevals-orden für die Session 2005/2006 zu entwerfen. Nachdem man Holzer im Januar 2005 bat, sich einmal Gedanken über einen solchen Orden zu machen, reagierte er prompt. Schon Ende Januar schickte er den Entwurf eines „Janus-Till“ mit den Worten: „Es war mir eine Freude, Ihnen dienen zu können.“ Dieser Orden erweitert die Reihe künstlerisch gestalteter Orden um ein besonders schönes Exemplar. Am 11. im 11., dem Beginn der närrischen Zeit, sowie am Büttenabend der BKG am 4. Februar 2006, wird der Orden an verdienstvolle Mitglieder und Sponsoren verliehen.

Adi Holzer hat in der Vergangenheit in Braunschweig schon mehrfach auf sich aufmerk-sam gemacht. In drei Braunschweiger Kirchen finden wir ausgezeichnete Altarbilder und Kirchenfenster von ihm. In den Jahren 1981 bis 1982 schuf Adi Holzer das Chorfenster der St. Petri Kirche in Rüningen, 1983 konnten in der Emmauskirche in der Weststadt ebenfalls fünf kleinere und ein großes Christusfenster eingeweiht werden. Im Oktober 1986 wurden Fenster zu Themen der Apokalypse des Johannes im Marienstift einge-weiht. Hierzu hat der Direktor des Marienstiftes, Burkhard Budde, eine interessante Schrift vorgelegt. Auch die Kircherngemeinde St. Petri zu Rüningen stellt die Arbeiten Holzers in einer kleinen Schrift vor.

Adi Holzer wurde 1936 in Stockerau bei Wien geboren. Sein Studium absolvierte er 1955 bis 1960 an der dortigen Akademie für bildende Künste. Danach lebte er als Kunsterzieher in Klagenfurt, siedelte aber schon 1962 nach Kopenhagen um. Holzer reiste in der Folge-zeit durch ganz Europa, nach Ägypten, Israel und in die USA. Die Kunstwelt zählt inzwi-schen rund 100 bedeutende Ausstellungen Adi Holzers. Bereits seit 1967 beteiligt er sich an internationalen Biennalen. Die Liste der Preise, die Holzer für seine Werke weltweit verliehen bekam, ist lang. Um nur einige zu nennen: Die goldene Fügermedaille, der internationale Hugo-von-Montfort-Preis, der Premio del Disegno in Milano sowie der 1. Preis der Kunstausstellung in Madrid sollen als Beispiele genügen.

Holzer beherrscht die Technik des Siebdrucks wie kein anderer Künstler. Seine Blätter sind sorgfältig mit der Hand durchgeriebene Originale, von denen keines dem anderen gleicht. Die Monumentalität seiner Kunst, die sich bereits in den großen graphischen Blättern andeutet, kommt aber erst im Glasfenster machtvoll zur Geltung. Beweise sind bei uns in Braunschweig in großer Zahl vorhanden.

Auch seine Radierungen mit ihren völlig anders gearteten Erfordernissen und Möglichkei-ten, sind eine besondere Herausforderung für Holzer. Er entwickelte auch eine eigen-willige Mischtechnik, die neben Strichätzung und Aquatinta auch den Prägedruck und die Acrylmalerei einbezieht.

Seit Jahren beschäftigt sich Adi Holzer mit biblischen Themen, vergisst aber auch das „tägliche Leben“ nicht. „Zu seinen wichtigsten Begegnungen“, schreibt Walter Koschatzky, Direktor der Graphischen Sammlung Albertina in Wien, „zählt er die mit

Charlie Rivel im Jahre 1965 in Kopenhagen, der zahlreiche weitere mit dem berühmten Clown folgen sollten.“ Mit dessen Enkel Benny Schumann verbindet Holzer eine Freund-schaft, die in Auftritte des bekannten Artisten bei Holzers Vernissagen resultierten. Etliche Charli-Rivel-Bilder sind zu Lebzeiten des genialen Clowns entstanden, und es entstehen immer noch welche, wie Holzer anlässlich seines letzten Besuches in der Braunschweiger Galerie Jaeschke bestätigte.

Seine Ausstellungen bedeuten für den Künstler das, was auch seine Bilder sein wollen: Spiegel und Fenster zur Deutung des Lebens.

Holzer und seine Frau haben aber auch ein soziales Anliegen. Seit mehr als 15 Jahren unterstützen sie ein Heim für behinderte Kinder in Temesvar/Rumänien. Aus dem Verkaufserlös von Repros und Postkarten konnte das Ehepaar ein Ferienheim in den Karpathen bauen.

Die Braunschweiger Karnevalisten freuen sich, dass sie Adi Holzer für die Idee, einen Karnevalsorden zu entwerfen, gewinnen konnten.

Sessionsorden 2004/2005

Jörg Extra

Für die kommende Session hat ein echter Kölner den Orden für die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e. V. (BKG) entworfen. Es ist der bekannte Illustrator Jörg Extra, dem die Kölner viele Karikaturen über den Karneval zu verdanken haben. Vermittelt hat den Künstler – wie in den Jahren zuvor – der Braunschweiger Galerist Olaf Jaeschke.

Jörg Extra, Jahrgang 1960, wurde in Köln geboren. Nach seinem Studium an der Universität Wuppertal mit dem Abschluss als Diplom-Designer mit dem Schwerpunkt freie Malerei und Illustration arbeitete er zunächst in diversen Werbeagenturen. Seit 1990 ist er als freischaffender Künstler tätig und kann auf eine Vielzahl an Veröffentlichungen zurückblicken. So schuf er mehrere Bilderzyklen zu Kölner Lokalthemen, Architekturstudien in Venedig und New York, zum Christopher Street Day und viele mehr, und arbeitete vor allem als Illustrator für große Verlage und Zeitschriften. „Jörg Extra ist Sammler und Bewahrer gesellschaftlicher Strukturen ohne diese sozial-kritisch zu bewerten“, urteilt die Kunsthistorikerin Margit ten Hoevel.

1995 hatte Extra seine erste eigene Ausstellung beim Schilderfest in Köln. Viele bedeutende Ausstellungen schlossen sich an, so auch 2003 in der Galerie Jaeschke in Braunschweig.

Sein gezielter Einsatz von Farben schafft Spannungsmomente. So kontrastieren häufig die lebendigen Rot- und Orangetöne, wie auch bei dem diesjährigen Session-sorden der BKG, der auch ein Stück Braunschweiger Geschichte widerspiegelt. Der Orden zeigt den Braunschweiger Löwen in einer Form, wie ein Künstler ihn sieht.

Der neue Karnevalsorden der BKG wird, wie Präsident Siegfried Rackwitz erklärte, am großen Büttenabend, der am 22. Januar 2005 stattfindet, an aktive Karnevalisten und Förderer des ältesten deutschen Volksbrauchtums, dem Karneval, verliehen.

Sessionsorden 2003/2004

Volker Kühn

der bekannte norddeutsche Künstler, hat für die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e.V. (BKG) den Sessionsorden gestaltet. Kühn war von dem Karneval in Braunschweig so begeistert, dass er spontan anbot, auch für die Session 2003/2004 einen Orden zu entwerfen. Der Elefant ist ein Lieblingsmotiv des Künstlers, und so drückt Kühn seine Freude über den Karneval wieder mit einem fröhlichen Elefanten aus, der nicht nur ein Herz für den Karneval hat, sondern auch von sich und dem Karneval sagt: Ich bin super. Dieser Künstlerorden wird erstmals am 11. im 11. an verdiente Mitglieder und Förderer der BKG verliehen.

Seit 1986 verewigt Volker Kühn seine Ideen und Kunst in Objektkästen: dreidimensionale Kunstwerke in denen Freud und Leid eines jeden Menschen erzählt wird. Kleine Momentaufnahmen, die den Betrachter schmunzeln oder laut lachen lassen finden sich auf diesen Bühnen wieder. Die Arbeiten lassen sich thematisch nicht eingrenzen, allen Kunstwerken gemein ist: der Mensch steht immer im Mittelpunkt.

Der Künstler entlarvt Klischeevorstellungen auf eine ironische und spöttische Weise, lenkt den Blick auf Unzulänglichkeiten und Schwächen die wir im Leben an uns oder anderen oft genug haben erfahren müssen. Augenzwinkernd und stets versöhnlich schafft er mit seinen Bildern eine Distanz vom Betrachter zu den eigenen Schwächen, zu Freude, Liebe und Streben nach Erfolg. Die Bühnen des Volker Kühn enthalten Menschen, Tiere und Dinge, die oftmals in den Proportionen und Situationen überzeichnen. Der Elefant als Symboltier taucht häufig in den verschiedensten Situationen auf. Sensibel und stark, groß und grazil, vital und verträumt – Eigenschaften in denen sich auch der Künstler wiederfindet. Der diesjährige Sessionsorden für die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e. V. des Künstlers Volker Kühn ist wieder ein Elefant, der freundlich verspielt Herzen balanciert. Ein bisschen frech, ganz wie sein Schöpfer – und wie der Karneval.

Sessionsorden 2002/2003

Wolfgang Loesche

Mit der Symbolfigur der Braunschweiger Karneval-Gesellschaft „Till Eulenspiegel“ hat er sein „Denkmal“ gesetzt. Wolfgang Loesche wurde 1947 in Gotha geboren, machte zunächst eine Ausbildung als Farblitograph und studierte danach Malerei und Grafik in Bielefeld, später Kunst-pädagogik und Politikwissenschaften an der Universität in Paderborn. Seit 1980 hat er weltweit ausgestellt und zählt zu den bedeutendsten Künstlern seiner Art. Er fühlt sich beispielsweise mit Walt Disneys Donald Duck in guter Gesellschaft und meint: „Die Widrigkeiten dieser Welt müssen ausbalanciert werden. Donald ist da schon weiter.“ Diese Worte könnte man auch dem Till Eulenspiegel in den Mund legen, der mit seinem schelmischen Lächeln dem Betrachter des neuen Ordens viel zu sagen hat.

Sessionsorden 2001/2002

Volker Kühn

der bekannte norddeutsche Künstler, hat für die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e.V. (BKG) den Sessionsorden gestaltet. Kühn war von dem Karneval in Braunschweig so begeistert, dass er spontan anbot, auch für die Session 2003/2004 einen Orden zu entwerfen. Der Elefant ist ein Lieblingsmotiv des Künstlers, und so drückt Kühn seine Freude über den Karneval wieder mit einem fröhlichen Elefanten aus, der nicht nur ein Herz für den Karneval hat, sondern auch von sich und dem Karneval sagt: Ich bin super. Dieser Künstlerorden wird erstmals am 11. im 11. an verdiente Mitglieder und Förderer der BKG verliehen.

Seit 1986 verewigt Volker Kühn seine Ideen und Kunst in Objektkästen: dreidimensionale Kunstwerke in denen Freud und Leid eines jeden Menschen erzählt wird. Kleine Momentaufnahmen, die den Betrachter schmunzeln oder laut lachen lassen finden sich auf diesen Bühnen wieder. Die Arbeiten lassen sich thematisch nicht eingrenzen, allen Kunstwerken gemein ist: der Mensch steht immer im Mittelpunkt.

Der Künstler entlarvt Klischeevorstellungen auf eine ironische und spöttische Weise, lenkt den Blick auf Unzulänglichkeiten und Schwächen die wir im Leben an uns oder anderen oft genug haben erfahren müssen. Augenzwinkernd und stets versöhnlich schafft er mit seinen Bildern eine Distanz vom Betrachter zu den eigenen Schwächen, zu Freude, Liebe und Streben nach Erfolg. Die Bühnen des Volker Kühn enthalten Menschen, Tiere und Dinge, die oftmals in den Proportionen und Situationen überzeichnen. Der Elefant als Symboltier taucht häufig in den verschiedensten Situationen auf. Sensibel und stark, groß und grazil, vital und verträumt – Eigenschaften in denen sich auch der Künstler wiederfindet. Der diesjährige Sessionsorden für die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e. V. des Künstlers Volker Kühn ist wieder ein Elefant, der freundlich verspielt Herzen balanciert. Ein bisschen frech, ganz wie sein Schöpfer – und wie der Karneval.

Sessionsorden 2000/2001

Peter Preinsberger

schuf die Orden für die Session 1999/2000 und 2000/2001. Der 1945 in Klagenfurt geborene Künstler lebt seit 1960 als freischaffender Künstler. Seine Bilder sind durchweg fröhliche, unbeschwerte Landschaften. Allerdings sind unter seinen Motiven auch Menschen zu finden, Menschen, die nicht Individuen sind, sondern Rollen und Masken.

Und das kommt bei diesem Karnevalsorden auch zum Ausdruck. Preinsberger hat sich als Motiv zwei Braunschweiger Originale, die Harfenagnes und den Rechenaugust, ausgesucht und in seiner typischen Art dargestellt. Obwohl statisch aufgebaut, geht, wie auch von seinen Bildern, eine ungeheuere Vitalität aus. Preinsberger hat einen weiteren Orden in dieser Art geschaffen: Er zeigt die Braunschweiger Originale Deutscher Hermann und den Teeonkel.

Sessionsorden 1999/2000

Peter Preinsberger

schuf die Orden für die Session 1999/2000 und 2000/2001. Der 1945 in Klagenfurt geborene Künstler lebt seit 1960 als freischaffender Künstler. Seine Bilder sind durchweg fröhliche, unbeschwerte Landschaften. Allerdings sind unter seinen Motiven auch Menschen zu finden, Menschen, die nicht Individuen sind, sondern Rollen und Masken.

Und das kommt bei diesem Karnevalsorden auch zum Ausdruck. Preinsberger hat sich als Motiv zwei Braunschweiger Originale, die Harfenagnes und den Rechenaugust, ausgesucht und in seiner typischen Art dargestellt. Obwohl statisch aufgebaut, geht, wie auch von seinen Bildern, eine ungeheuere Vitalität aus. Preinsberger hat einen weiteren Orden in dieser Art geschaffen: Er zeigt die Braunschweiger Originale Deutscher Hermann und den Teeonkel.

Sessionsorden 1998/1999

Josef Werner

In der darauf folgenden Session, 1998/99, legte Josef Werner einen Ordensentwurf vor. Der Orden zeigt Till Eulenspiegel in besonderer Weise. Das Gesicht besteht aus einem Spiegel, in dem sich ihr Betrachter erkennen soll. An den Enden der Narrenkappe befinden sich die Narrenschellen. Das Wappen der BKG und der Schriftzug des Künstlers runden das Gesamtbild ab.

Josef Werner ist seit seinem Studium als freier Maler in eigenen Druck- und Radierwerkstätten in Deutschland und in den USA tätig. Überall auf der Welt kann man seine Werke bewundern.

Sessionsorden 1997/1998

Romero Britto

Den ersten Orden dieser neuen Generation schuf Romero Britto für die Session 1997/98. Britto kennt den Karneval aus seiner Heimat. Er wurde 1963 in Recife, Brasilien, geboren. Schon als Kind drückte er seine Phantasien in Bildern aus. Heute hat Britto einen fast unvorstellbaren Erfolg in der Kunstwelt erreicht. Seine Bilder werden überall in der Welt ausgestellt und verkauft. Er ist ein wichtiger Künstler in der Kunstszene Miamis. Ebenso ist er für seinen karikativen Einsatz berühmt. Dennoch ist Romero Britto als Mensch wenig bekannt. Für seinen Erfolg sind zwei Eigenschaften verantwortlich: ein starker Wille und ein unerschütterlicher Glaube. Der Orden, den Romero Britto entworfen hat, zeigt den Braunschweiger Löwen in einer für den Künstler eigenen Art. Mit diesem Orden sind die Braunschweiger Karnevalisten überall auf ein positives Echo gestoßen.