Braunschweiger Burgsänger: Hier wird gefeiert

1. Platz für die Braunschweiger Burgsänger bei der Abstimmung der CD „Elf Lieder“ 2018

Sessionsorden 2017/2018

Paul Thierry – ein einzigartiger Röntgenologe der Pop-Art

Röntgenbilder dienen der Diagnose. Sie machen sichtbar, was für das Auge ansonsten im Verborgenen ruht. Licht und Schatten in den Folien sind der Schlüssel zu medizinischen Befunden. Mit seinen Röntgenbildern hinter Acrylglas liefert Paul Thierry künstlerische Diagnosen.
Transparent macht der außergewöhnliche Künstler das Leben von Stars, die zu Mythen wurden.
Die Vita von Michael Jackson hat Paul Thierry ebenso durchleuchtet wie den Aufstieg von Marilyn Monroe, Romy Schneider und des Generationen-Idols John-F. Kennedy. Sichtbar macht Paul Thierry grandiose Karrieren, gesellschaftlichen Glanz und glamouröse Verklärung.

Wir erleben publikumswirksame Inszenierungen und das schmerzhafte Finale, den viel zu frühen Tod. Den Tränen zum Trotz erfolgt die Auferstehung als Legende. Paul Thierry überträgt mit technischer Raffinesse spektakuläre Pressefotos und eigene Lichtbilder aus seinem 80.000 Aufnahmen umfassenden Archiv auf ein spezielles Gel zwischen zwei Acrylglasscheiben. Diese gefangene Gelatine gestattet experimentelle Ergänzungen mit Farben und gemalten Symbolen.

Thierry lässt spannungsreiche „Schichtaufnahmen“ entstehen. Seine durchsichtigen Montagen enthalten komprimierte Lebensläufe. Ins Blickfeld rückt er Konzentrate aus den Höhepunkten himmelsstürmender Karrieren. Paul Thierry, dieser meisterhafte Röntgenologe der Pop-Art, dokumentiert, wie ein Mythos entsteht und zur Legende wird.
In Dramatal bei Gleiwitz war der 1960 geborene Künstler mit dem Geburtsnamen Peter Bednorz ein Meisterschüler von Professor Lorenz. Den akademischen Erwartungen wurde er mehr als gerecht. Doch seine weitere Entwicklung verlangte nach politischer Freiheit und so wechselte der Hochbegabte 1987 in den Westen Europas, um ungefiltert die Kunstströmungen der zeitgenössischen Moderne aufnehmen zu können.

Zielorientiert baute er in Deutschland seine Karriere auf. In der Kunstszene war er bald etabliert. Seine Werke hielten Einzug in exquisite Sammlungen und gehören zu den Schaustücken öffentlicher Institutionen.

Die Bundesregierung erwarb ein Bild von ihm, nachdem das Auswärtige Amt auf eine Interpretation zur Wiedervereinigung aufmerksam geworden war.Das weltberühmte Sieben-Sterne-Hotel „Burj Al Arab“ übernahm eine imponierende Darstellung, die der Künstler dem architektonischem Glanzstück an der Jumeirah Beach in Dubai gewidmet hatte.

Anfang 2017 hatte die Galerie Jaeschke mit ihrem langjährigen Künstler Paul Thierry eine sehr erfolgreiche Ausstellung. Schnell entwickelte sich durch die gelungene Zusammenarbeit die Idee, den Karnevalsorden der kommenden Session von ihm gestalten zu lassen. Der Künstler war von der Idee sofort begeistert, da er dieses jährliche Großereignis mit Braunschweig verbindet und  gerne seinen Teil dazu beitragen wollte.

Der Karneval ist für Paul Thierry durchaus kein unbekanntes Thema, ist doch in seinem eher ruhigen Heimatort Beckum zu dieser Jahreszeit unter dem Motto „Rumskedi-Helau“ richtig was los!Diese Begeisterung erleichterte dem Künstler die Ideenfindung für den Braunschweiger Karnevalsorden, sodass wir den fertigen Orden der Session 2017/2018 stolz präsentieren können.

Jürgen von der Lippe - Foto: © André Kowalski

2018 – Jürgen von der Lippe

Jürgen von der Lippe - Foto: © André Kowalski

Jürgen von der Lippe – Foto: © André Kowalski

Den Auftakt ihrer Saal- Veranstaltungen machte die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e. V. (BKG) am 3. Februar 2018 mit dem Großen Büttenabend. Neben karnevalistischem Tanz, humorvollen Büttenreden und stimmungsvoller Musik wurde an diesem Abend der Ehrenorden „Till – der Schelm – ein Mensch“ an den beliebten Humoristen und Moderator Jürgen von der Lippe verliehen.

Jürgen von der Lippe, geboren 1948 in Bad Salzuflen, ist seit Mitte der 1970er Jahre als erfolgreicher Meister humoristischer Feinarbeit und Moderator auf Bühnen und im Fernsehen unterwegs. Wer kennt nicht mindestens einen der folgenden Titel seiner Programme? „Guten Morgen, liebe Sorgen“, „Is Was“, „So isses“, „Donnerlippchen“, „Geld oder Liebe“.

Jürgen von der Lippe lebt in Berlin und ist unter anderem ausgezeichnet mit einer Goldenen Schallplatte, dem Bambi, zwei Adolf-Grimme-Preisen und der Goldenen Kamera. Sein letztes Buch „Beim Dehnen singe ich Balladen“ stand wochenlang auf der Bestsellerliste. Sein aktuelles Buch heißt „Der König der Tiere“.

Nach über 40 Jahren im Fernsehen und auf der Bühne ist der Meister der humoristischen Feinarbeit nun auch online. Auf seinem eigenen Youtube-Kanal kann seit Kurzem gestöbert werden. Ab September 2018 geht Jürgen von der Lippe mit seinem neuen Programm „Voll Fett“ auf Tour.

Jürgen von der Lippe - Foto: © André Kowalski

Jürgen von der Lippe – Foto: © André Kowalski

2017 – Bernhard Brink

Bernhard Brink

Am 4. Februar 2017 wurde im Großen Saal der Stadthalle zu Braunschweig dem bekannten Schlagersänger und Fernsehmoderator Bernhard Brink der Orden „Till der Schelm ein Mensch“ verliehen.

Die Braunschweiger Karneva-Gesellschaft von 1872 e.V. verleiht diesen Orden alljährlich an Persönlichkeiten, die es verstehen, den Menschen mit ihrem Können Freude zu bereiten und die bei all ihren Erfolgen Mensch geblieben sind.

Am 17. Mai 1952 wurde Bernhard Brink in Nordhorn geboren und lebt heute mit seiner Ehefrau Ute, die er 1987 heiratete, in Berlin. Die Faszination der Stadt verspürte der Entertainer bereits 1971, als es ihn für sein Jura-Studium vom Norden Deutschlands nach Berlin verschlug.

Für die Musik vernachlässigte er das Jura-Studium, denn die Musik war einfach mehr sein Metier. Zwischen 1974 und 1981 platzierte er insgesamt zwölf Singles in den Charts. TV- und Radiomoderationen gehören für ihn zum alltäglichen Geschäft.

Bernhard Brink weiß natürlich, dass man die Welt mit einem Lied nicht wirklich verbessern kann. Deshalb hilft er vorsichtshalber ganz handfest nach.

Er engagiert sich seit Jahren für das soziale Projekt „Kids-Küche“ der Arche Berlin-Hellersdorf, setzt sich für Obdachlose in Berlin ein und ist offizieller Botschafter der José Carreras Leukemie-Stiftung.

2016 – Lilo Wanders

Lilo Wanders

Lilo Wanders ist eine von dem Hamburger Schauspieler Ernie Reinhardt erfundene und verkörperte Kunstfigur, die eine erstaunliche Karriere gemacht hat.

Zunächst 1989 als Parodie auf die Schauspielerin und Sängerin Evelyn Künneke für ein Theaterstück
im „Schmidt-Theater“ konzipiert, war Lilo Wanders danach Co-Moderatorin neben „Herrn Schmidt“ (Corny Littmann) und „Marlene Jaschke“ (Jutta Wübbe) in der „Schmidt-Mitternachts-Show“, die von 1989 bis 1993 vom NDR auf allen dritten Fernsehprogrammen ausgestrahlt wurde.

Im Frühsommer 1994 übernahm Lilo Wanders für mehr als zehn Jahre und 545 Sendungen die Moderation des Formats „Wa(h)re Liebe“ beim Sender VOX und wurde damit zur „Aufklärerin der Nation“.

Inzwischen ist Lilo Wanders eine öffentliche Institution mit einem Bekanntheitsgrad von mehr als 90%
und gilt als Expertin für Fragen zu Liebe, Sexualität und Beziehungen. Nicht ganz ernstgemeint wurde sie als mögliche Hamburger Kultursenatorin ins Gespräch gebracht; sie ist u.a. Gast in Sendungen zu philosophischen Fragen, präsentierte z.B. 2009 die neue AIDS-Präventionskampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, und zeigt ihr Wissen in Quiz-Shows im Fernsehen.

Daneben spielt sie Theater, reist mit diversen Kabarettprogrammen durch die Republik und das deutschsprachige Ausland, veröffentlicht Bücher und führt mit ihrer „Tour de Wanders“ Gäste an Sommerabenden durch Hamburg-St.Pauli.

Foto: Jan Heie Erchinger

Foto: Jan Heie Erchinger

Sessionsorden 2016/2017

Wolfgang Loesche

aus Köln schuf bereits zum dritten Mal einen Sessionsorden für die BKG. Wolfgang Loesche wurde 1947 in Gotha geboren,
machte zunächst eine Ausbildung als Farblitograph und studierte danach Malerei und Grafik in Bielefeld, später Kunst-pädagogik und Politikwissenschaften an der Universität in Paderborn.

Seit 1980 hat er weltweit ausgestellt. Atelieraufenthalte in New York, Zürich, auf Mauritius und den Malediven beschrieben seinen Weg. Er zählt zu den bedeutendsten Künstlern seiner Art und fühlt sich beispielsweise mit Walt Disneys Donald Duck in guter Gesellschaft und meint: „Die Widrigkeiten dieser Welt müssen ausbalanciert werden.

Donald ist da schon weiter.“ Diese Worte könnte man auch dem Till Eulenspiegel mit seinem schelmischen Lächeln in den Mund legen.

2015 – Christian Lais

Christian Lais

Ute Freudenberg und Christian Lais sind das Traumpaar des deutschen Schlagers. Sie feiern bei ihren Tourneen große Erfolge.
Nachdem die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e.V. (BKG) im Jahre 1999 Ute Freudenberg den Orden
„Till – der Schelm – ein Mensch“ verliehen hat, soll Christian Lais beim großen Büttenabend am 7. Februar 2015 diesen begehrten Orden ebenfalls bekommen.

Christian Lais, 1963 in Lörrach geboren, begeistert seit Jahren die deutschsprachige Schlagerwelt mit seiner vielseitigen Stimme.
2008 fegte er mit „Sie Vergaß Zu Verzeih´n“ durch die Radiosender. Acht Wochen hielt er sich auf Platz 1 der deutschen Airplaycharts.
Der Durchbruch war gelungen; heute zählt Christian Lais nicht mehr zu den Unbekannten in der Schlagerwelt. Im Duett mit Ute Freudenberg sang er 2011
zum ersten Mal zusammen: „Auf Den Dächern von Berlin“.

Auf die Idee, dieses Duo zusammenzuführen, kam David Brandes 2011.
Einst Konkurrent von Lais, arbeiten die beiden seit 2004 eng zusammen. Brandes lud Lais damals in sein Studio ein und bot ihm seinen ersten Plattenvertrag.

Der Song „Auf Den Dächern Von Berlin“ erreichte mühelos die vorderen Plätze in den Single-Charts und in zahlreichen TV-Shows und Radiosendungen war das Traumpaar zu erleben. Das dazu gehörende Album „Ungeteilt“ erreichte schließlich Goldstatus
und verschaffte dem Duo zahlreiche weitere Preise. So wurden beide Künstler 2012 für den ECHO nominiert. Mittlerweile hat Christian Lais, übrigens ein gelernter Bürokaufmann, drei Solo-Alben veröffentlicht: „Mein Weg“, „Atemlos“ und Neugebor´n“. Beim Durchhören seines neuen Albums stößt der Zuhörer auf viele Ohrwürmer,
von denen am 7. Februar 2015 sicher einige zu hören sein werden. Cristian Lais wagt sich aber auch an nicht Alltägliches, stellt sich dem Leben und der Vergänglichkeit und besingt nicht nur die heile Welt.

Sessionsorden 2015/2016

Anna Flores

Der Karnevals-Schmetterling

„Komponieren“, so nennt die Künstlerin Anna Flores die Auseinandersetzung mit Farbe, Form und Fläche.

Geboren wurde die sie 1969, ist gelernte Schauwerbegestalterin und seit 1998 freischaffende Künstlerin.
Sie gehört derzeit zu den gefragtesten deutschen Künstlerinnen, lebt in Mülheim an der Ruhr und betreibt mit ihrem Mann Ralf Bohnenkamp ein gemeinsames Atelier.

In zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland stellte Anna Flores ihre Kunstobjekte aus und erhielt u. a. den Kunstpreis Teba Art Award, Duisburg.

Die Idee, einen Karnevalsorden in Form eines Schmetterlinges zu gestalten, war eine echte Gemeinschaftsproduktion von Anna Flores, ihrem Ehemann und ihrem Sohn, der als kleines Kind zum Schmetterling „Fitterming“ sagte. Daher auch der Schriftzug auf unserem Orden.

Der Kontakt zu Anna Flores wurde wieder durch unseren Braunschweiger Galeristen und Ehrensenator Olaf Jaeschke hergestellt.

2014 – Rolf Zuckowski

Rolf Zuckowski

Rolf Zuckowski ist ein Mensch, der unermüdlich die musikalische Entwicklung von Kindern und damit auch deren soziale Kompetenz und kulturelle Struktur fördert. Er gehört, so die Hamburger Kultursenatorin, zu den authentischen Personen des Musiklebens, die nicht der Erfolg vorantreibt, sondern echtes Herzblut.

Am 12. Mai 1947 wurde Rolf Zuckowski in Hamburg geboren und begann seine musikalische Karriere bereits 1965 als Sänger und Gitarrist der Schülerband „The Be Athovens“. Sein erstes Album erschien bereits, bevor er das Studium zur Betriebswirtswirtschaft begann (Diplom 1972).

Doch die Musik begleitete ihn sein ganzes Leben. Unendlich viele Alben und CD`s hat er im Laufe seines Lebens veröffentlicht, viele Preise erhalten und Ehrungen erfahren. 2005 erhielt er durch den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler den Verdienstorden am Bande. Mit „In der Weihnachtsbäckerei“ erschien 2012 eine Liedersammlung der schönsten Weihnachtslieder.

Zum gleichen Zeitpunkt gibt Zuckowski der Öffentlichkeit seinen Rückzug von großen Kinderkonzert-Tourneen und in großen TV-Shows bekannt. Doch vom Aufhören ist keine Rede. Als Sänger, Autor, Produzent und Musikverleger arbeitet er auch künftig an weiteren Projekten – nur auf der Bühne will er sich rarmachen.

Umso glücklicher ist die BKG, dass er zur Ordensverleihung nach Braunschweig kommt und sich auf der Bühne der Stadthalle den Braunschweigern noch einmal präsentieren wird. Am darauffolgenden Sonntag, dem 2. Februar, wird Rolf Zuckowski beim Kinderkarneval der BKG in der Stadthalle dabei sein.
Und für die kleinen Braunschweiger Karnevalisten hat er sich ein paar lustige Lieder ausgedacht.

Sessionsorden 2014/2015

Gabriele Lockstaedt

Die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e.V. (BKG) hat gemeinsam mit dem Galeristen Olaf Jaeschke eine großartige Künstlerin gefunden, die den Karnevalsorden entworfen hat.
Es ist Gabriele Lockstaedt, die ihre Werke weltweit mit großem Erfolg ausstellt und in bedeutenden Galerien vertreten ist.

Das Motiv des Ordens greift zwei Figuren aus der frühen Braunschweiger Fastnacht auf: den Narren Till Eulenspiegel, der den Schoduvel (Scheuchteufel) Huckepack nimmt.

Der Schoduvel wird im Braunschweiger Stadtbuch von 1293 bereits erwähnt und ist eine der frühesten schriftlichen Erwähnungen der Fastnacht in Deutschland. Die bayerische Heimat der Künstlerin wird durch die Rauten verraten, die allerdings die Farben grün und gelb haben:

Gabriele Lockstaedt, 1957 in Herford geboren, absolvierte von 1977-1982 ein Studium der Bildenden Kunst in München, erhielt schon 1991 den Debütantenpreis des Freistaates Bayern, 1993 den Kunstpreis der Stadt Ebersberg, viele Förderpreise und andere Anerkennungen. Seit 1987 stellt sie weltweit in Kunstmuseen und Galerien aus, in Braunschweig zuletzt im April 2014 in der Galerie Jaeschke. Hier zeigte sie ihre neuen Arbeiten aus der „Schrott“-Serie. Suanne Jasper schrieb in der BZ über ihre Arbeiten: „Die münchener Künstlerin Gabriele Lockstaedt holt den Werkstoff in ihre „Schrott-Serie“ von der sprachlichen Müllkippe und verleiht ihm auf ihren Leinwänden neue Wertschätzung.“ Einige ihrer Kunstwerke sind in der Galerie Jaeschke zu sehen.

Der für die BKG gestaltete Orden wird erstmals am 11.11. an verdiente Mitglieder und Förderer des Braunschweiger Karnevals verliehen. Die Orden sind nummeriert und limitiert. Den Orden mit der Nr.1 erhält der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Ulrich Markurth, in der Dornse des Altstadtrathauses anlässlich der Eröffnung der neuen Session, verliehen.