Sessionsorden 2024/2025 – „Till“

Den Künstlerorden der Session 2024/2025 schuf David Tollmann

Die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e.V. (BKG) verleiht – wie viele andere Gesellschaften in Deutschland auch – in jeder Karnevalsession einen Orden an Persönlichkeiten der Stadtgesellschaft, Aktive des Karnevals und dessen Förderer. Seit 1997 werden die Orden jeweils von einem renommierten Künstler gestaltet. In diesem Jahr ist dies der Niedersachse David Tollmann, der nun seinen Entwurf in Form eines Kunstwerks an BKG-Präsidentin Linda Radke übergeben hat. Dieses soll im Rahmen von Tills NarrenNacht, der großen Karnevalveranstaltung der BKG, am 22. Februar 2025 in der Volkswagen Halle Braunschweig versteigert werden. Der Erlös geht zum einen an den Verein WegGefährten (Elternhilfe zur Unterstützung tumorkranker Kinder e. V.) und auf Wunsch des Künstlers zum anderen an die Jugendarbeit der BKG.

„Ich bin ein sehr traditionsbewusster Mensch und freue mich, wenn Menschen sich durch die Kunst verbinden. Da sehe ich die Parallele zum Karneval, der die wertvollen Traditionen lebendig hält und Menschen in fröhlicher Einigkeit verbindet. Und wenn dann noch schwerkranken Kindern und ihren Familien geholfen werden kann, bin ich sofort dabei und leiste gerne meinen Beitrag“ sagt der Künstler David Tollmann.

Die Orden sind streng limitiert und nummeriert. Die Vermittlung des jeweiligen Künstlers erfolgt durch die bekannte Galerie Jaeschke, die feierliche Übergabe fand deshalb auch in deren Räumlichkeiten in der Braunschweiger Innenstadt statt. David Tollmann wurde1988 im Niedersächsischen Sulingen geboren und ist Kind einer großen Künstlerfamilie. Seine unverwechselbaren Kunstwerke sind intensive, farbige und großformatige Arbeiten, die internationale Anerkennung genießen und weltweit in Galerien und Kunstaustellungen präsentiert werden. Er organisiert außerdem regelmäßig künstlerische Aktivitäten und Malprojekte mit Kindern und Jugendlichen, um seine Begeisterung für die Kunst weiterzugeben.

„Wir sind stolz darauf, wieder einen tollen Künstler gefunden zu haben, der uns einen unverwechselbaren Orden gestaltet hat. Wir freuen uns schon sehr auf die neue Karnevalsession und unsere Veranstaltungen darin. Ziel des Karnevals ist es, in der tristen Zeit von Herbst und Winter den Menschen Freude zu bringen. Dieser wundervolle Künstlerorden wird entscheidend dazu beitragen, dass uns dies gelingt“, kommentiert BKG-Präsidentin Linda Radke den diesjährigen Entwurf.
Der neue Künstlerorden wurde erstmals am 11.11. an Akteure der BKG sowie an Ehrengäste und Sponsoren verliehen. Der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Dr. Thorsten Kornblum, erhielt traditionsgemäß den Orden mit der Nummer 1.

Foto: Fotostudio Sascha Gramann

Sessionsorden 2023/2024 – „Pink Flower“

Den Künstlerorden der Session 2023/2024 schuf Monika Kaiblinger


In der Session 1997/1998 begann die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e. V. mit einer neuen Ordensgeneration: Mit Unterstützung der Galerie Jaeschke werden die Sessionsorden seitdem von namhaften Künstlern gestaltet und sind streng limitiert und nummeriert. Den Künstlerorden der Session 2023/2024 schuf Monika Kaiblinger.
„Bei der Gestaltung des Sessionsordens 2023/2024 habe ich mich für das Motiv der Blume entschieden – dem Symbol für Leben, Freude und Schönheit. Die Farbe Pink ist die Farbe des Jahres 2023 – der Barbie-Film und die Mode haben dazu wesentlich beigetragen. Pink ist auch die kraftvolle Farbe des Feminismus.
Pink drückt auch Anerkennung und Wertschätzung aus. Das hat Linda Radke durch ihre Wahl zur ersten weiblichen Präsidentin der BKG erfahren. So steht Pink auch hier für eine weibliche Zukunft. „Pink hat Power!“
Monika Kaiblinger studierte Malerei am Lehrstuhl für Kunsterziehung an der Universität München, wo sie auch einen Lehrauftrag für Malerei bekam. Sie entschied sich jedoch für die Laufbahn als freischaffende Malerin.
Monika Kaiblinger ist eine positive, lebensbejahende Malerin, die in ihren Bildern das Fröhliche, das Sinnliche und Lustvolle ausdrückt. Ihre Bildmotive sind meist Frauen: tanzende, lachende Frauen, verführerisch, offenherzig – oder stumme Frauen, versteckt, scheu, lauernd, beobachtend.
Oft ist auch die Farbe der eigentliche Anlass für die Komposition, den Bildinhalt oder die Bildaussage: Lustvolle Farben, die sich nicht selten zu furiosen Farborgien steigern, aber trotz ihrer konkurrierenden Kraft immer in Harmonie nebeneinanderstehen.
Der neue Künstlerorden wurde erstmals am 11.11. an Akteure der BKG sowie an Ehrengäste und Sponsoren verliehen. Der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Dr. Thorsten Kornblum, erhielt traditionsgemäß den Orden mit der Nummer 1.
www.monika-kaiblinger.de
vertreten durch Galerie Jaeschke, Braunschweig, www.galerie-jaeschke.de

Text: Galerie Jaeschke
Foto: Fotostudio Sascha Gramann

Sessionsorden 2022/2023

Den Künstlerorden der Session 2022/2023 schuf Ralf Bohnenkamp

Sessionsorden 2021/2022

Sessionsorden 2020/2021

Den Künstlerorden der Session 2020/2021 schuf Dirk Sommer

Der Künstler sagt zu seinem Orden:
„Das Motto des diesjährigen Karneval in Braunschweig: Miteinander – Füreinander.
Als die Anfrage und der Auftrag für einen Orden von der Braunschweiger Karnevalgesellschaft von 1872 e. V. bei mir einging, gab es schon die begründete Befürchtung, dass das karnevalistische Treiben in diesem Spätjahr und 2021 stark eingeschränkt sein würde.

Sessionsorden 2019/2020

Sessionsorden 2018/2019

Max Grimm bekennt sich zur Pop Art.

Den Künstlerorden der Session 2018/2019 schuf Max Grimm – ein zwar noch junger, doch schon sehr erfolgreicher Künstler aus Magdeburg. Max Grimm bekennt sich zur Pop Art. Und so zeigt der Orden einen bunten Schmetterling in der für Grimm typischen Art.

Sessionsorden 2017/2018

Paul Thierry – ein einzigartiger Röntgenologe der Pop-Art

Röntgenbilder dienen der Diagnose. Sie machen sichtbar, was für das Auge ansonsten im Verborgenen ruht. Licht und Schatten in den Folien sind der Schlüssel zu medizinischen Befunden. Mit seinen Röntgenbildern hinter Acrylglas liefert Paul Thierry künstlerische Diagnosen.
Transparent macht der außergewöhnliche Künstler das Leben von Stars, die zu Mythen wurden.
Die Vita von Michael Jackson hat Paul Thierry ebenso durchleuchtet wie den Aufstieg von Marilyn Monroe, Romy Schneider und des Generationen-Idols John-F. Kennedy. Sichtbar macht Paul Thierry grandiose Karrieren, gesellschaftlichen Glanz und glamouröse Verklärung.

Wir erleben publikumswirksame Inszenierungen und das schmerzhafte Finale, den viel zu frühen Tod. Den Tränen zum Trotz erfolgt die Auferstehung als Legende. Paul Thierry überträgt mit technischer Raffinesse spektakuläre Pressefotos und eigene Lichtbilder aus seinem 80.000 Aufnahmen umfassenden Archiv auf ein spezielles Gel zwischen zwei Acrylglasscheiben. Diese gefangene Gelatine gestattet experimentelle Ergänzungen mit Farben und gemalten Symbolen.

Thierry lässt spannungsreiche „Schichtaufnahmen“ entstehen. Seine durchsichtigen Montagen enthalten komprimierte Lebensläufe. Ins Blickfeld rückt er Konzentrate aus den Höhepunkten himmelsstürmender Karrieren. Paul Thierry, dieser meisterhafte Röntgenologe der Pop-Art, dokumentiert, wie ein Mythos entsteht und zur Legende wird.
In Dramatal bei Gleiwitz war der 1960 geborene Künstler mit dem Geburtsnamen Peter Bednorz ein Meisterschüler von Professor Lorenz. Den akademischen Erwartungen wurde er mehr als gerecht. Doch seine weitere Entwicklung verlangte nach politischer Freiheit und so wechselte der Hochbegabte 1987 in den Westen Europas, um ungefiltert die Kunstströmungen der zeitgenössischen Moderne aufnehmen zu können.

Zielorientiert baute er in Deutschland seine Karriere auf. In der Kunstszene war er bald etabliert. Seine Werke hielten Einzug in exquisite Sammlungen und gehören zu den Schaustücken öffentlicher Institutionen.

Die Bundesregierung erwarb ein Bild von ihm, nachdem das Auswärtige Amt auf eine Interpretation zur Wiedervereinigung aufmerksam geworden war.Das weltberühmte Sieben-Sterne-Hotel „Burj Al Arab“ übernahm eine imponierende Darstellung, die der Künstler dem architektonischem Glanzstück an der Jumeirah Beach in Dubai gewidmet hatte.

Anfang 2017 hatte die Galerie Jaeschke mit ihrem langjährigen Künstler Paul Thierry eine sehr erfolgreiche Ausstellung. Schnell entwickelte sich durch die gelungene Zusammenarbeit die Idee, den Karnevalsorden der kommenden Session von ihm gestalten zu lassen. Der Künstler war von der Idee sofort begeistert, da er dieses jährliche Großereignis mit Braunschweig verbindet und  gerne seinen Teil dazu beitragen wollte.

Der Karneval ist für Paul Thierry durchaus kein unbekanntes Thema, ist doch in seinem eher ruhigen Heimatort Beckum zu dieser Jahreszeit unter dem Motto „Rumskedi-Helau“ richtig was los!Diese Begeisterung erleichterte dem Künstler die Ideenfindung für den Braunschweiger Karnevalsorden, sodass wir den fertigen Orden der Session 2017/2018 stolz präsentieren können.

Sessionsorden 2016/2017

Wolfgang Loesche

aus Köln schuf bereits zum dritten Mal einen Sessionsorden für die BKG. Wolfgang Loesche wurde 1947 in Gotha geboren,
machte zunächst eine Ausbildung als Farblitograph und studierte danach Malerei und Grafik in Bielefeld, später Kunst-pädagogik und Politikwissenschaften an der Universität in Paderborn.

Seit 1980 hat er weltweit ausgestellt. Atelieraufenthalte in New York, Zürich, auf Mauritius und den Malediven beschrieben seinen Weg. Er zählt zu den bedeutendsten Künstlern seiner Art und fühlt sich beispielsweise mit Walt Disneys Donald Duck in guter Gesellschaft und meint: „Die Widrigkeiten dieser Welt müssen ausbalanciert werden.

Donald ist da schon weiter.“ Diese Worte könnte man auch dem Till Eulenspiegel mit seinem schelmischen Lächeln in den Mund legen.

Sessionsorden 2015/2016

Anna Flores

Der Karnevals-Schmetterling

„Komponieren“, so nennt die Künstlerin Anna Flores die Auseinandersetzung mit Farbe, Form und Fläche.

Geboren wurde die sie 1969, ist gelernte Schauwerbegestalterin und seit 1998 freischaffende Künstlerin.
Sie gehört derzeit zu den gefragtesten deutschen Künstlerinnen, lebt in Mülheim an der Ruhr und betreibt mit ihrem Mann Ralf Bohnenkamp ein gemeinsames Atelier.

In zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland stellte Anna Flores ihre Kunstobjekte aus und erhielt u. a. den Kunstpreis Teba Art Award, Duisburg.

Die Idee, einen Karnevalsorden in Form eines Schmetterlinges zu gestalten, war eine echte Gemeinschaftsproduktion von Anna Flores, ihrem Ehemann und ihrem Sohn, der als kleines Kind zum Schmetterling „Fitterming“ sagte. Daher auch der Schriftzug auf unserem Orden.

Der Kontakt zu Anna Flores wurde wieder durch unseren Braunschweiger Galeristen und Ehrensenator Olaf Jaeschke hergestellt.