Sessionsorden 2014/2015

Gabriele Lockstaedt

Die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e.V. (BKG) hat gemeinsam mit dem Galeristen Olaf Jaeschke eine großartige Künstlerin gefunden, die den Karnevalsorden entworfen hat.
Es ist Gabriele Lockstaedt, die ihre Werke weltweit mit großem Erfolg ausstellt und in bedeutenden Galerien vertreten ist.

Das Motiv des Ordens greift zwei Figuren aus der frühen Braunschweiger Fastnacht auf: den Narren Till Eulenspiegel, der den Schoduvel (Scheuchteufel) Huckepack nimmt.

Der Schoduvel wird im Braunschweiger Stadtbuch von 1293 bereits erwähnt und ist eine der frühesten schriftlichen Erwähnungen der Fastnacht in Deutschland. Die bayerische Heimat der Künstlerin wird durch die Rauten verraten, die allerdings die Farben grün und gelb haben:

Gabriele Lockstaedt, 1957 in Herford geboren, absolvierte von 1977-1982 ein Studium der Bildenden Kunst in München, erhielt schon 1991 den Debütantenpreis des Freistaates Bayern, 1993 den Kunstpreis der Stadt Ebersberg, viele Förderpreise und andere Anerkennungen. Seit 1987 stellt sie weltweit in Kunstmuseen und Galerien aus, in Braunschweig zuletzt im April 2014 in der Galerie Jaeschke. Hier zeigte sie ihre neuen Arbeiten aus der „Schrott“-Serie. Suanne Jasper schrieb in der BZ über ihre Arbeiten: „Die münchener Künstlerin Gabriele Lockstaedt holt den Werkstoff in ihre „Schrott-Serie“ von der sprachlichen Müllkippe und verleiht ihm auf ihren Leinwänden neue Wertschätzung.“ Einige ihrer Kunstwerke sind in der Galerie Jaeschke zu sehen.

Der für die BKG gestaltete Orden wird erstmals am 11.11. an verdiente Mitglieder und Förderer des Braunschweiger Karnevals verliehen. Die Orden sind nummeriert und limitiert. Den Orden mit der Nr.1 erhält der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Ulrich Markurth, in der Dornse des Altstadtrathauses anlässlich der Eröffnung der neuen Session, verliehen.

2013 – Thomas Neger

Thomas Neger

Ein berühmter Sohn der Fastnachtshochburg Mainz war der singende Dachdecker Ernst Neger, der uns mit seinen Karnevalsschlagern Jahrzehnte lang begeisterte. „Heile, Heile Gänsje“ oder „Rucki Zucki“ wurden landauf und landab überall dort gesungen, wo fröhliche Menschen zusammen kamen. Ernst Neger hat uns nicht nur die schönen Lieder hinterlassen, sondern auch seinen Enkel Thomas Neger, der als echter Määnzer im Schatten des Doms mit der Fastnacht aufgewachsen ist. Er hat vom Opa nicht nur die Handwerkskunst geerbt, sondern auch den Frohsinn und die Musikalität.
Thomas Neger ist von Geburt an Mitglied der Mainzer Prinzengarde. Sein Vater schrieb dem Sprössling die Fastnachts-Laufbahn sozusagen ins Stammbuch. Thomas Neger sagte einmal in einem Interview: „Beim MCV (Mainzer Carnevals-Verein) heißt es zum Beispiel: „Unser Publikum ist so verwöhnt, wir können da keinen blutigen Anfänger auf die Bühne stellen. Dann ist natürlich die andere Frage: Wo soll der Nachwuchs sich sonst seine Sporen verdienen? Das Problem gab´s aber schon zu Opas Zeiten – und irgendwie geht´s trotzdem immer weiter.“

Und der junge Thomas hat es allen gezeigt. Er pflegt das große Erbe seines Großvaters, singt die Lieder, mit denen der zur Fastnachts-Legende wurde. „Humba Täterä“, „Rucki Zucki“ oder „Heile, Heile Gänsje“ sind Volksgut geworden.

Thomas Neger, der während der Fastnachtszeit regelmäßig im Fernsehen und im Rundfunk zu sehen und zu hören ist, hat auch eigene Lieder geschrieben. Doch Opas Lied „Heile, Heile, Gänsje“ ist unschlagbar! Aus 111 rheinischen Karnevalsschlagern errang dieses Lied 2012 bei den Zuschauern des SWR den 1. Platz.

Die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e. V. hat beim Büttenabend in der Stadthalle (2.2.2013) den begehrten Orden „Till – der Schelm – ein Mensch“ an Thomas Neger für seine Verdienste um den Karneval verleihen.

Sessionsorden 2013/2014

Max Grimm

ein zwar noch junger, doch schon sehr erfolgreicher Künstler aus Magdeburg, hat auf Vermittlung des Braunschweiger Galeristen Olaf Jaeschke den neuen Karnevalsorden für die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e. V. (BKG) entworfen.

Max Grimm bekennt sich zur Pop Art.
Und so zeigt der Orden zwei fröhliche Menschen mit der Narrenkappe in der für Grimm typischen Art.
Dass die Farben Blau und Gelb mit eingeflossen sind, unterstreichtauch den Respekt vor der Leistung unserer Eintracht.

Max Grimm wurde 1986 in Magdeburg geboren und arbeitete nach Ende seiner Schulzeit als gestaltungstechnischer Assistent mit dem Schwerpunkt Grafik/Design.
Schon mit 20 Jahren hatte er seine erste Ausstellung in Magdeburg.

Es folgten Ausstellungen in bekannten Galerien in Berlin, Nürnberg, Essen,
und in der Galerie Jaeschke in Braunschweig.
Er gestaltete Gebäudefassaden in Magdeburg und arbeitete für die Stiftung krebskranker Kinder,
für die Blutbank des Universitätsklinikums Magdeburg und das Puppentheater
der Stadt Magdeburg.

Erik Buchheister, Chefredakteur des Magazins ARTPROFIL, schreibt über Max Grimm:
„Seine Werke sind bunt, aber geerdet, kubistisch und perfekt durchdacht,
farbenreich aber zurückhaltend – mit einem Wort: Max Grimm bekennt sich zur Pop Art…

Die Werke des Künstlers sind vom Ansatz her bereits präzise kalkuliert, in der Form ausgewogen, eher rational als gefühlstief, eher beobachtend und abwartend als übersprudelnd und grell.“

Der neue Künstlerorden wird erstmals am 11.11. an Akteure der BKG sowie an Ehrengäste und Sponsoren verliehen.
Der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Dr. Gert Hofmann, erhält traditionsgemäß den Orden mit der Nummer 1 verliehen.

2012 – Gudrun Lange

Gudrun Lange

Den Menschen Freude bereiten kann man auf unterschiedlichste Art:
mit Comedy, Schlager- und Opernmusik, oder aber auch mit Countrymusik.
Und da muss man nicht nach Nashville reisen – nein, das Gute liegt so nah:
Gudrun Lange, die mit ihrer Band „Kactus“ zu den Großen der deutschen Country-Szene zählt.

Schon mit 15 Jahren gewann Gudrun Lange einen Talentwettbewerb. Von Kindesbeinen an hatte sie Gitarren- und Blockflötenunterricht – die Musik begleitet sie also schon von klein an.
1982 traf die in Chemnitz geborene Künstlerin den Kactus-Bandleader Martin Djoleff, der sie spontan zu einer Kactus-Probe einlud.

Die Liebe zur Folkmusik und später zur Countrymusik verband die beiden über viele Jahre musikalisch und auch privat. Die Band eroberte in den Folgejahren auch Amerika, ging auf große Tour durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Als erste europäische Countryband holten die Bellamy Brothers Gudrun Lange & Kactus in die USA. In Nashville nahmen sie verschiedene Songs auf. Auch in Deutschland spielte Kactus in der ersten Riege der Countrybands. Mit „Wo sind all die Gefühle“ lagen sie direkt hinter Peter Maffey und Marius Müller-Westernhagen.

Besonders auf WDR 4 ist Gudrun Lange & Kactus oft zu hören. Fast jedes Jahr war die Band am Nürburgring beim „Trucker Grand Prix“. Dann wurde es plötzlich still um die Band.
2006 verstarb ihr Ehemann Martin Djoleff ganz plötzlich. Ein schwerer Schicksalsschlag für Gudrun Lange und die Band. Aber aufgeben kam nicht in Frage – denn Musik ist ihr Leben.

30 Jahre steht Gudrun Lange in diesem Jahr auf der Bühne – ein ganz besonderes Jubiläum.
Als deutsche Countryband in den USA ist man ein Exot. Und dennoch begeisterten Gudrun Lange und ihre Musiker bei einem Festival mehr als 25 000 Zuhörer. Nach der Wende wurde die kleine Sängerin auch in den alten Bundesländern bei unzähligen Konzerten gefeiert. Die Texte, natürlich auf Deutsch, schreibt Gudrun Lange meistens selbst.

Es sind Lieder von „kleinen Leuten“, Alltagsthemen, die die Künstlerin aufgreift. Ihr neuestes Album „Du und ich“ hat sie unter anderen im Herbst vergangenen Jahres während eines zweistündigen Programms auch bei NDR 1 Radio Niedersachsen vorgestellt.
Mehr als 10 CD´s hat Gudrun Lange bisher produziert, und auch im Fernsehen, in den vergangenen Wochen flimmerte sie beim MDR über den Bildschirm, ist sie ein gern gesehener Gast.

Seit 30 Jahren im Showgeschäft, 30 Jahre den Menschen Freude und Frohsinn bereitet und – bei allen Erfolgen Mensch geblieben!

Deshalb hat die BKG dieser Künstlerin am 4. Februar 2012 beim großen Büttenabend in der Stadthalle den Orden „Till – der Schelm – ein Mensch“ verleihen.

Sessionsorden 2012/2013

Wolfgang Loesche

Die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e. V. (BKG) hat wie in den vergangenen Jahren wieder einen neuen Orden von einem international bekannten Künstler gestalten lassen.

Der Braunschweiger Galerist Olaf Jaeschke hat erneut Wolfgang Loesche aus Köln vermittelt. Loesche hat bereits für die Session 2002/03 einen Orden geschaffen, der die Symbolfigur der BKG, den Till Eulenspiegel, zeigt. Für die kommende Session schuf er einen Löwenorden, der zeigen soll, dass der Karneval in Braunschweig „löwenstark“ ist. Mit diesem Kunstwerk hat sich Loesche ein weiteres Denkmal gesetzt.

Wolfgang Loesche wurde 1947 in Gotha geboren, machte zunächst eine Ausbildung als Farblithograph und studierte danach Malerei und Grafik in Bielefeld, später Kunstpädagogik und Politikwissenschaften an der Universität in Paderborn. Seit 1980 hat er weltweit ausgestellt und zählt zu den bedeutendsten Künstlern seiner Art.

Er fühlt sich beispielsweise mit Walt Disneys Donald Duck in guter Gesellschaft und meint:

„Die Widrigkeiten dieser Welt müssen ausbalanciert werden. Donald ist da schon weiter.“

2011 – Georg Renz

Georg Renz

Georg Renz zählt zu den bekanntesten Gesichtern der Braunschweiger Musikszene.
Die Lokalpresse erhob ihn gar auf den Rang einer Braunschweiger Kultfigur.
Renz, der 1952 in Krefeld geboren wurde, lebt seit 1978 in unserer Stadt. Nicht nur als 1. Solo-Fagottist des Braunschweiger Staatsorchesters, sondern auch durch seine humorvolle kabarettistischen Musikprogramme und als spaßiger Moderator vieler Großveranstaltungen weiß er im besten Sinne zu unterhalten. Eine seiner weiteren Leidenschaften sind der Swing und Jazz. Und dass er auch für Dönecken zu haben ist, beweist seine augenblickliche Rolle als „Frosch“ in der „Fledermaus“.

1993 gründete Renz mit drei Kollegen das „Ensemble Fagotto-Totale“, und er hat dafür eine Vielzahl an Programmen geschrieben. Renz spielt Klavier im Salonensemble „Braunschweiger Salonlöwen“ und ist mit Soloprogrammen unterwegs, zu denen ein Abend unter dem Motto „Alter schützt vor Liebe nicht“ mit verjazzten Filmtiteln gehören.

2011 – Ayman

Ayman

Ayman ist ein Künstler der jüngeren Generation. Der in Berlin geborene Sänger tunesischerAbstammung hat viele Facetten. Seine einfühlsame Stimme findet den direkten Weg in die Seele seiner Fans.
Die Erfolgsgeschichte Aymans, der als schüchterner Backroundsänger begann, wurde 2000 mit
„Mein Stern“ zum Star. Dieser Hit katapultierte ihn gleich auf Platz 4 in den Singlecharts und „Hochexplosiv“ wird eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Alben.
Er erhält zwei Echos („Bester Rock/Pop Künstler National“ & „Bester Newcomer National“), die Goldene Stimmgabel, die Goldene Europa sowie den renommierten Fred- Jay-Preis. Es folgt eine ausverkaufte Deutschlandtour vor abertausenden von Fans.

Es ist die Leidenschaft zur Musik, die Ayman 2009 motiviert ins Studio zu gehen, um an seinem vierten Album „EIN MENSCH WIE DU“ zu arbeiten. „Es wurde einfach Zeit für neue Ideen und neue Musik.
Ich habe mich weiterentwickelt.
Wie meine Heimatstadt Berlin bin ich innerlich gewachsen – reifer geworden”, erklärt Ayman.

Dass eine Ikone wie Marianne Rosenberg sich bereit erklärte ein Duett mit Ayman aufzunehmen
(„Ein Mensch wie Du“) zeigt, dass Ayman’s Charme vor keiner Zielgruppe halt macht.
Ayman gelingt kraft seiner Stimme ein außerordentlich seltenes Kunststück: Menschen verschiedener Kulturen, Hautfarben und Altersgruppen zusammen zu bringen.
Zehn Jahre Ayman – zehn Jahre Musikkarriere: „EIN MENSCH WIE DU“! J. H.

Sessionsorden 2011/2012

2010 – Katja Ebstein

Katja Ebstein

Diesmal können wir unser Glück auch selbst kaum fassen, Katja Ebstein am 06.02.2010 als unseren Ehrengast begrüßen zu dürfen. Seit mehr als 35 Jahren nutzt die lebenslustige Sängerin und Schauspielerin ihre Talente, um uns mit ihrem Humor und manchmal auch nachdenklichen Texten Freude zu bereiten.

Doch berühmt und beliebt ist sie weit über deutsche Landesgrenzen hinaus, nicht zuletzt durch ihre mehrmalige Teilnahme am Grand Prix. Mit „Wunder gibt es immer wieder“ holte sie damals für Deutschland den dritten Platz. Die Musikbranche bedachte sie mit zahlreichen Auszeichnungen, darunter z.B. „Beste Sängerin“ beim internationalen Song-Festival in Rio de Janeiro, beliebteste ausländische Sängerin in Spanien, die „Rose von Rom“ in Italien und in Deutschland erhielt sie unter anderem zweimal die „Goldene Europa“ und die „Goldene Stimmgabel“. Doch das alles ist nur ein kleiner Auszug aus den Ehrungen für ihr Wirken. Unzählbar für uns sind die Auftritte, sozialen Engagements und neuen Wege, welche sie in ihrem Leben beschritt und wodurch sie sich einen Weg in unsere Herzen bahnte.

Sessionsorden 2010/2011

Charles Kaufman

Seit Jahren lässt die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft von 1872 e.V. (BKG) ihre Orden mit Hilfe des Galeristen Olaf Jaeschke von international wirkenden Künstlern gestalten. Romero Britto schuf den ersten Orden dieser Serie, viele Künstler folgten, beispielsweise Adi Holzer, James Ritzi oder Alfred Gockel. Den diesjährigen Sessionsorden entwarf der gebürtige Amerikaner Charles Kaufman.

Kaufman arbeitet als freischaffender Künstler in der Nähe von Heidelberg. Bereits in den 1980er Jahren konnte er seine ersten künstlerischen Erfolge als Cartoonist, Karikaturist und Illustrator vorweisen. Inzwischen ist er weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, ist in mehr als 100 Publikationen in der ganzen Welt vertreten. Seine preisgekrönten Cartoons und Illustrationen wurden in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht.

Charles Kaufman besitzt einen wahren Künstlergeist; unschuldige Verspieltheit, den Mut zu experimentieren und eine einzigartige Sicht auf die Welt, die er alle in einem unverwechselbaren Stil anwendet. So muss man auch den neuen Karnevalsorden der BKG sehen.

Betrachtet man den neuen Sessionsorden oberflächlich, fällt einem das Frohsinn ausstrahlende Gesicht mit den Narrenkappen auf. Frische Farben, bunt wie der Karneval. Doch Kaufman arbeitet eben nicht oberflächlich – er hat stets einen Hintergedanken. Dreht man den Orden nach rechts, erkennt man ein großes „B“. Das steht für Braunschweig, und der Künstler will uns sagen, dass Fastnacht/Karneval in Braunschweig seine Wurzeln hat und diese Stadt eben eine Hochburg im Karneval ist.